Für Dialog. Gegen Sucht.
Mit Betroffenen.
Ohne Ausgrenzung.

Über die Foundation

Der Name Christiane F. steht für den Mythos einer Antiheldin von Generationen. Ihr Schicksal bewegt Millionen Menschen weltweit; in ihm spiegelt sich Sucht und auch der gesellschaftliche Umgang mit Süchtigen in allen Facetten wieder.

Christiane Felscherinow ist authentisch. Sie ist eine Betroffene. Und sie will die Aufmerksamkeit, die ihrem Schicksal seit Jahrzehnten zu Teil wird, nutzen, um einen breit angelegten Dialog zum Thema Sucht jedweder Art zu eröffnen. In unserer Gesellschaft, die den Rausch huldigt, Süchtige aber verachtet, möchte sie vor allem Betroffenen und deren Angehörigen eine Stimme geben - dazu initiierte sie die Christiane F. Foundation.

In deren sozialen Netzwerken diskutieren schon jetzt Zehntausende Menschen aus aller Welt über ihre persönlichen Erfahrungen, Ängste, Ideen und Hoffnungen zum Thema Abhängigkeit, Akzeptanz und selbstbestimmtes Leben. Die Christiane F. Foundation sieht sich dabei als neutrale und integrative Dialogschnittstelle, die politisch undogmatisch mit einem offenen, akzeptierenden und kooperativen Ansatz etablierte Erklär- und Denkmodelle aufbrechen will und auch mithilfe der Forschung alternative Handlungsoptionen aufzeigen möchte.

Christiane Felscherinow wirkt im Beirat der Foundation mit, hält sich aus gesundheitlichen Gründen aber weiter aus der Öffentlichkeit zurück. Ihr Mandat hat sie an die operativ Wirkenden und die Beiräte übergeben, die in ihrem Sinne und im Sinn der Ziele und Zwecke der Christiane F. Foundation handeln.

Sucht geht uns alle an. Wir sind vielleicht selbst betroffen oder kennen oder lieben jemanden, der abhängig ist. Als Teil der Solidargemeinschaft tragen wir Verantwortung und finanzielle Konsequenzen mit.

Sucht wie Süchtige aus dem öffentlichen Bild zu vertreiben und ihre Symptome dabei zu ignorieren, löst das Problem nicht. Genauso wenig die willkürliche Einteilung von guten und schlechten Drogen. Rausch ist seit jeher Teil von gesellschaftlichem Zusammenleben. Hin zur Abhängigkeit ist es oft nur ein schmaler Grat.

Die „Christiane F. Foundation“ initiiert einen gesamtgesellschaftlichen Dialog, in dem sich Betroffene und Angehörige öffnen können, ohne dabei ein Stigma zu riskieren. Deshalb engagiert sie sich unter anderem für die Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten und für eine Gesellschaft, in der Menschen nicht ausschließlich nach Leistung bewertet werden.

Die Christiane F. Foundation motiviert Menschen zu einem freien und selbstbestimmten Leben ohne Sucht. Dabei verfolgt sie einen integrativen und transparenten Ansatz und will einen Perspektivwechsel im Umgang mit dem Thema durch kreative Methoden erreichen.

Die Foundation geht thematisch vor. Sie bearbeitet alle Arten von Sucht nachhaltig in Form von redaktionellen Online- und Printmedien sowie multimedialen Kampagnen auf und transportiert neue Ansätze und Lösungen in die Lebenswirklichkeiten unserer Gesellschaft.

Eine weitere wichtige Säule ihrer Arbeit bildet die Forschung. Die Christiane F. Foundation agiert interdisziplinär und behandelt alle Bereiche, die Sucht konkret bekämpfen oder Konsumverhalten analysieren können. Als Beispiel sind die Neurowissenschaften und die Trendforschung zu nennen, die in den redaktionellen Themen der Foundation aufgegriffen und umgesetzt werden.

Der integrative und interdisziplinäre Ansatz soll aber nicht nur auf der Dialogebene, sondern auch ganz konkret in der Hilfe von Suchtbetroffenen Anwendung finden. Ehemalige Abhängige werden in alle Arbeitsprozesse der Institution eingebunden, denn der wichtigste Ansatz ist Authentizität. Die Christiane F. Foundation begegnet Betroffenen sowie deren Angehörigen auf Augenhöhe.

Gemeinsam mit ehemaligen Süchtigen, Angehörigen und Experten setzt sich die Christiane F. Foundation für einen gesellschaftlichen Perspektivwechsel und den vorurteilsfreien Umgang mit dem Thema Sucht ein. Ihre Initiativen erstrecken sich dabei auf die drei Bereiche Dialog, Prävention und Hilfe.

Dialog

Durch Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit hilf die Foundation, die komplexen Zusammenhänge von Sucht und deren Profiteuren, Ausgrenzung und Kriminalisierung suchtkranker Menschen zu verdeutlichen. Auf der Basis neuester Erkenntnisse für Forschung und Wissenschaft entstehen wichtige Beiträge für Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen.

Prävention

Durch Präventivarbeit hilft die Foundation Betroffenen und deren Angehörigen, die Muster von Suchtverhalten zu erkennen, sich Co-Abhängigkeit zu entziehen, ihre Probleme im Umgang mit Süchtigen zu meistern und persönliche Motive für ein gesundes Leben zu entwickeln.

Hilfe

Durch gezieltes Bedarfsschnittstellen-Management fördern wir gesellschaftliche Reintegration und helfen, konkrete Hilfe zu bekommen. Ferner werden Modelle erarbeitet, um Lebensbedingungen zu verbessern, Rechte zu stärken und Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Die Foundation stärkt Selbstbewusstsein, Eigeninitiative und Motivbildung, denn nur so sind Wege aus der Sucht möglich.

Projekte

In unserer Präsentation finden Sie weitere Informationen zu Haltung und konkreten Projekten der Stiftung.

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Beirat

Christiane Felscherinow

Christiane V. Felscherinow (1962) wurde als Teenager heroinabhängig und prostituierte sich. Ihr Schicksal wurde 1978 durch die »Stern«-Serie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ berühmt, das daraus entstandene autobiografische Buch ein Welterfolg.

Als Kultfigur und Antiheldin einer ganzen Generation lebte sie zwischen der Hamburger Punk-Szene, griechischen Inseln, Berliner Underground und in einer Schweizer Verlegerfamilie.

Sie begegnete Rockstars wie David Bowie und Nick Cave und prominenten Literaten wie Friedrich Dürrenmatt und Loriot.
1996 brachte sie einen Sohn zur Welt und befindet sich bis heute in einem Methadon-Programm. Als Initiatorin und Beirätin der “Christiane F. Foundation” will sie sich gegen Stigmatisierung von Süchtigen und für einen Wertewandel in der Gesellschaft einsetzen, demnach Menschen nicht nach Leistung beurteilt werden.

Hans Albers

(55) ist Geschäftsführer und Kreations-Chef der Kommunikations-Agentur Jung von Matt/365 in Hamburg. Der gebürtige Hamburger startete seine berufliche Laufbahn nach dem Studium der Psychologie und Kriminologie als Werbetexter und war in den vergangenen 25 Jahren an zahlreichen national und international preisgekrönten Kampagnen beteiligt. Hans Albers ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen.

Marc Sasserath

Gründungspartner der Markenberatung Sasserath Munzinger Plus Berlin/Mailand und der Markenbeteiligungsgesellschaft supermarque.Von 2001-2007 CEO und geschäftsführender Gesellschafter Publicis Sasserath und CSO Publicis Deutschland.
Davor Strategiechef McCann und BBDO. Berufseinstieg bei Saatchi & Saatchi nach vorheriger Prägung in Familienunternehmen.Studium der Wirtschafts- und Geisteswissenschaften in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Diplomabschluss Betriebswirtschaftslehre, DipCCC HEC & INSEAD, Master in klinischer Organisationspsychologie (HEC).
Beirat von gut.org und betterplace.org, Aufsichtsrat der vocatus AG, Gründungsvorstand der apgd, Co-Founder der Unternehmerschule @ ESCP und stolzer Unterstützer der Humboldt-Viadrina School of Governance.

Stephan Walcher

Arzt für Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin, Allgemeinmedizin, Suchtmedizin, Psychosomatik Geb. 1958 in München, Gesellenprüfung Schreiner und Abi 1977 in Spiekeroog, Studium Medizin München und Durban (RSA) Approbation 1984, Notfallmedizin 1980, Anästhesie/Intensivmedizin 1993, Allgemeinmedizin 1993 Gründung der Schwerpunktpraxis CONCEPT 1993, seit 1997 mit Partner Dr. Rainer Musselmann Vorstand Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin und Board of Directors EUROPAD seit 1999 Gründungsmitglied World Federation for Opiate Treatment (WFOTD) und Bayerische Akademie für Suchtfragen (BAS)
Mehr als 500 Vorträge, Poster, Publikationen und Chairs, Dole-Nyswander Award 2012 (AATOD Las Vegas) Mitglied HELP, MSF und Interplast Deutschland, Hilfs- und Ausbildungseinsätze weltweit.

Sonja Vukovic, Journalistin und Autorin

Sonja Vukovic (1985) arbeitete unter anderem für die Rheinische Post, die Berliner Morgenpost und Die Welt. Spezialisiert auf biografische und gesellschaftskritische Reportagen arbeitet sie über mediale Grenzen hinweg. Ihr Crossmediaprojekt „Little Berlin“ wurde mit einem Grimme-Online-Award und einem Axel-Springer-Preis ausgezeichnet, ihr Video-Essay „Neue Nähe“ läuft auf Filmfestivals rund um die Welt.
Bei Recherchen lernte sie 2010 Christiane Felscherinow kennen und begann bald die gemeinsame Arbeit an deren Memoiren.
„Christiane F. – Mein zweites Leben“ erschien im Herbst 2013. Die Arbeit und die persönliche Nähe zu Christiane verschafften ihr neue Einblicke in das Gesellschaftsphänomen Sucht- Als Initiatorin und Beirätin der „Christiane F. Foundation“ möchte sie dazu beitragen, dass Süchtige Menschen Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe und eine Stimme bekommen.

Nik Schweiger

Nik Schweiger geb. 04.10.65, war während Schule und Zivildienst Allroundhandwerker, studierte danach von 1987-91 Innenarchitektur. Nach dem Studium arbeitete er als Innenarchitekt bei meire&meire in Wiesbaden, bevor er 1992 zusammen mit den Kommunikationsdesignern Andreas und Stephan Lauhoff 3deluxe gründete.
Von 93-94 arbeitet er zunächst für Philippe Starck in Paris und dann bei Matteo Thun in Mailand.  Mit dem 4. Partner Dieter Brell leitete er 3deluxe Interior in Wiesbaden und realisierte mit 3deluxe international viel beachtete und prämierte Projekte wie die scape Jugenmedienwelten auf der EXPO 2000, den Cocoonclub, oder den Cyberhelvetiapavillon auf der Expo.o2 und arbeitete mit an dem Entwurf vom Leonardo Glass Cube. Seit 2005 verfolgt er, inspiriert durch eine eigene Reha ende der neunziger, in Berlin unter dem Label 3deluxe Biorhythm, zusammen mit seiner Frau Soryonne den Ansatz Biorhythm-Modern Recreation, welcher sich auf Recreation, Design und Nachhaltigkeit focussiert.
Seit 2014 haben Til und Nik Schweiger Barefoot Bros. Design gegründet und nutzen die gemeinsamen Qualitäten, um begeisternde Atmospären zu schaffen.

So helfen Sie

Um politisch unabhängig unsere Projekte realisieren und authentisch einen Perspektivwechsel zu dem Thema Sucht vorantreiben zu können, brauchen wir mindestens 5000 CFF-Dauerspender (5 Euro /Monat).
Als Dank erhalten diese binnen acht Wochen die Fan-Edition von „Christiane F. – Mein zweites Leben“ kostenlos.

Für die 60 Euro Jahresspenden, 5 Euro pro Monat, bekommt jeder Spender, auf Wunsch, einen Spendenbeleg über 45 Euro (60 Euro – 15 Euro Einkaufspreis der Fan-Edition - Christiane F. - Mein zweites Leben)

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